Wenn Politik ein Spiel wäre, was sie nicht ist, dann wäre sie ein Strategiespiel. Schach zum Beispiel. Politik ist aber kein Spiel, sie betrifft unser aller Zusammenleben. Ausgespielt. Schach! Auf dieses Schach muss ein entschiedenes, unumkehrbares „… und Matt“ folgen!

 

Was das jetzt soll? Brettspiele? Brettspiele!?! Nö. Nix da. Politik, es geht um Politik. Wie wird man einen König los? Dauerhaft. Ihm „Schach“ zu bieten, wäre ein guter Ansatz. Will man jedoch auf Dauer verhindern, dass er, oder einer seiner „royalen“ Nachfahren durch die berühmte „kalte Küche“ zurückkehrt und mit all seinem Glitzertand die Menschen blendet, dann muss man ihn auch matt setzen. Aus gespielt.

Der spanische König, das ist so einer, der wiederkam. Wiederkam mit Pomp und allerlei „demokratischem“ Blendwerk. Er und seine „Eventmanager“ traten nach der faschistischen Diktatur Francos das fein säuberlich eingefädelte „Erbe“ an.

„Niña Bonita“, das „schöne Mädchen“ 

14. April 1931. An diesem Tag wurde, nach einer für die spanischen Republikaner erfolgreich verlaufenen Wahl, die zweite spanische Republik ausgerufen. Diese wurde von den meisten Spaniern stürmisch und voller Zärtlichekeit begrüßt und gefeiert. Sie, die zweite Republik wurde „Niña Bonita“, das „schöne Mädchen“ genannt, voller Hoffnung, Liebe und Zärtlichkeit.

Juan Carlos’ Großvater, König Alfons der XIII., erkannte, dass er mit dieser Wahl und Ausrufung der Republik „im Schach“ war. Er erklärte sinngemäß: Die Wahlen hätten ihm vor Augen geführt, dass er nicht mehr „die Liebe des Volkes“ hätte, dass diese Verirrung, jedoch nicht von Dauer sein würde… Er sagte bzw. schrieb es am 17. April 1931.

Er schrieb es, packte mit seinem Clan den royalen Kram zusammen und verzog sich missmutig und vergrätzt ins Exil nach Portugal. Auf das „Schach“ folgte kein „Matt“. Fehler!

Die „Niña Bonita“ entwickelte derweil ihre eigene Dynamik. Revolutionäre Prozesse vollzogen sich, Anarchisten, anarchosyndikalistische Gewerkschaften, Libertäre, Feministinnen, Sozialisten, Kommunisten alles war im Fluss, die Dinge wurden von Grund auf neu diskutiert und organisiert. Die Menschen, „das schöne Mädchen“, die Verhältnisse waren in Bewegung, eine soziale Revolution war im Gange.

Derweil hockte Alfons der XIII. mit seinem Sohn Juan de Bourbon und seinen Enkeln Alfonso und Juan Carlos im Exil rum. Quasi um die Ecke. Er, der König war gegangen, war also „Schach“, nicht „Matt“… abgedankt hatten die Bourbonen nicht.Aus dem missliebigen Exil hielten sie ihren Anspruch auf die Macht immer aufrecht. Sonst gab es ja auch nicht viel zu tun bei den Ex-Königs. Für die „Buben“ war es auch langweilig… Juan Carlos und Alfonso „spielten“, spielten mit Waffen, das was elitäre Sprösslinge eben so tun, wenn ihnen langweilig ist.

Ein Schuss löst sich und einer fällt tot um, damit war die Erbfolge geklärt. Alfonso wird beerdigt, der Vorgang nicht so genau untersucht. Es war ein Unfall. Spielende Kinder, halbwüchsige Buben – der eine 18 (Juan Carlos), der andere 14 (Alfonso)… der, der war jetzt raus aus dem royalen Spiel.

Die Waffe, also das Beweissstück, wurde von Juan Carlos Vater höchstpersönlich, weil eine böse Waffe, im Meer versenkt. Sie ist weg, verschwunden bis heute.

Juan Carlos wurde nach dieser „Tragödie“ umgehend zu seinem „Nenn-Onkel“ Francisco Franco in die „Ausbildung“ geschickt. Dieser Francisco Franco war spanischer „Generalissimo“ von eigenen Gnaden. Er hatte mit der Hilfe von italienischen und deutschen Faschisten „das schöne Mädchen“ blutrünstig geschlachtet, die Zukunft Spaniens in Hektolitern von Blut, Schmerz, Tod, Trauer, Flucht und Exil ertränkt und erstickt.

Er hat sie in „Exil“ ertränkt? Der Rest is mit schlüssig, aber das Wort verstehe ich hier nicht.

Juan Carlos ging zum „Gaudillio“, zu Franco, zum Onkel. Er lernte alles, was man über Macht, Gewalt, Waffen, Manipulation, Religion… wissen musste um… Nachfolger, um Thronfolger zu werden.

Franco starb. Franco hat Juan Carlos zu seinem Nachfolger ernannt. Er wurde es über Nacht und „Überraschung“ er wurde, nein, er war „Demokrat“. Das war jetzt modern in Europa. Konstitutionelle Monarchie mit demokratisch angeschlossenem Parlament. Das war’s, das war gut. Groß-Britannien, Belgien, die Niederlande, Schweden, Norwegen, Dänemark… alle hatten und machten das. Die Leute mögen das und feiern das. Royaler Theaterdonner… hach die Royals in Europa und Juan Carlos mit Sophie demokratisch geläutert mittendrin.

Aber es ging ja um Juan, den Carlos. Der war ja nun Demokrat. Er war noch nicht richtig am „Wirken“ da drehten einige seiner Generäle, ja seiner Generäle – als Francos Nachfolger und „König“, der, der aus der „kalten Küche kam“ war er nun auch Oberbefehlshaber der Armee, gewaltig am Rad. Am 23. Februar 1961 versuchten franquistische Einheiten die „junge Demokratie“ mit einem Putsch zu beseitigen. Dieser Tag heisst in Spanien 23F. Juan merkte, dass die „Demokratie“ weitaus gefestigter war (tendenziöse Unterstellung) und präsentierte sich und seine neugewonnen Privilegien schützend „royal demokratisch“ und pfiff seine Handlanger zurück.

Er war dann noch ein ganz toller Segler, hat auf seine Yacht verzichtet, weil irgendwie plötzlich Krise war, war Ehrenvorsitzender im WWF „World Wildlife Fund“, trieb sich zeitgleich irgendwo in Afrika rum, erschoss Elefanten, stolperte royal darüber, brach sich senil die Hüfte, verlor das Ehrenamt, wurde mit seinem gesamten Clan beim Klauen erwischt… die gesamte royale Showbande ist bis über beide Ohren in Korruptionsskandale verwickelt und hält neugeborene Babies hoch… „It‘s a boy“… Ooops das waren ja die britischen Royals. Sorry.

Schach dem König! – Vergesst das MATT nicht!!! … ¡Ellos ya están de camino – Sie/Wir sind auf dem Weg. Jaque al Rey – Schach dem König!

Coordinadora 25S startete im Sommer 2013 die Kampagne „Jaque al Rey“ und rief alle Spanier für den 28. September zum „Schach“. Es ging und geht um die Abschaffung der spanischen Monarchie, den Rücktritt der korrupten Regierung und einer endlich demokratisch verfassten Republik. Das Königshaus, die Parteien – allen voran Rajoys „Partido Popular – PP“, die Kirche, haben sich bis jetzt nicht vom Franco Faschismus distanziert. Tausende von Massengräbern wurden nie geöffnet, Hunderttausende von Opfern nicht rehabilitiert oder entschädigt. Das ist keine Demokratie. Dieser Staat, dieses Königshaus sind demokratisch ilegitim.

Dieser Aufruf wurde und wird von mehr als 100 Organisationen und Bündnissen in ganz Spanien unterstützt.

_____________________

http://youtu.be/0bMHmvBUmsk

https://www.youtube.com/watch?v=4eCM2c_SIEs

FacebookTwitterPinterestLinkedInEmailSMSWhatsAppFacebook Messenger