Zum zweiten Mal in Folge mobilisierten die so genannten „besorgten Eltern“ am 1. März 2014 zu einer Demonstration gegen den „Bildungsplan 2015“ in Baden-Würtemberg. Wieder waren sich die „besorgten Eltern“ nicht zu schade, gemeinsame Sache zu machen mit fundamentalistischen Christen (Calvinisten der alten/neuen Schule), mit Rassisten, gegen alles Fremde, gegen Flüchtlinge und mit nationalistischen, neo-nazistischen und offen faschistischen Kräften.

Im Vorfeld zu der angekündigten, zweiten Provokation mobilisierten antifaschistische Initiativen zu direkten Aktionen und zu gezielten Blockaden. Wehret den Anfängen. Der CSD Stuttgart, das ist der mit dem „Aufstand“ seit 1969, rief zu einer Gegenkundgebung und zu einem Schweigemarsch auf, vermied es diesmal aber, sich von den direkten Aktionen der antifaschistischen Aktivisten zu distanzieren. Immerhin.

Beides fand statt, die Gegenkundgebung und der Schweigemarsch und die entschlossenen Blockadeaktionen. Ein Gespräch, oder gemeinsame Strategien wie diesem „Phänomen“ zu begegnen ist/war/sei… eher nicht.

Wir fordern hiermit die bundesrepublikanisch vernetzten CSDs auf: Löst endlich ein. Wenn ihr „Aufstand, Genzen überwinden – Brücken schlagen, eine Re-Politisierung der CSDs, der Schwul-Lesbisch-Inter-Trans-Bewegungung auf Eure Webseiten und Transparente schreibt, dann… kommt in die Strümpfe und positioniert Euch, anti-homophob, anti-rassistisch und anti-faschistisch. Schmiedet Allianzen, verdammt.

Um bürgerliche Parteien müsst Ihr Euch nicht kümmern. Die kommen von ganz alleine – sie haben ein ureigenes Interesse daran. Schmiedet Bündnisse, sprecht, vernetzt Euch mit außerparlamentarischen Initiativen.

Kommt aus der Isolation eurer „Sexualitäten“ – setzt euch politisch zusammen und auseinander. Bewegt etwas, politisch und nicht nur den wohl situierten Arsch.

Von der Rechten, der Kirche, den fundamentalen Christen, den Rassisten, Faschisten haben wir nichts als Prügel, Diffamierung, Repression, Hetze, Mord und Totschlag zu erwarten.

Die bürgerliche „Mitte“, wenn sie sich bedroht sieht – und dahin bewegt sie sich im Moment nicht nur innereuropäisch… ist dann nicht auf unserer Seite zu finden. Das ist historisch belegt und aktuell zu beobachten, oder etwa nicht?

Mit Überanpassungen, Akzeptanz- und Toleranzgewinsel, Freundlichkeiten, Nettigkeiten, Wohlverhalten und was sonst noch so auf Knien denk- und machbar ist erreichen wir nichts… nichts. NADA.

Eine blutige Nase holen wir uns mit solch indifferentem Verhalten, sowohl von der Rechten, wie auch aus der Mitte der Gesellschaft.

Macht, oder zumindest probt den Aufstand, überwindet die Grenzen und schlagt Brücken der Solidarität und der Emanzipation!

PS: Wir sind gar nicht so „anders“, man möchte es uns gerne glauben machen.

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