Das könnte euch so passen. Feige und zentralbeheizt, gerne auch energiewendig korrekt mit Solar- oder Windkraft in erdbebensicheren und ganz wichtig demokratisch legitimierten Hinterzimmern verschworen herumzuhängen und ferngesteuert in selbstgestrickten Socken so ganz kuschelig im Kreise der echten und wahren Demokraten mit dem „Joystick“ in der einen und einem gottgefälligen „Softdrink“ in der anderen Hand in den Krieg zu ziehen.

Wenn ihr Krieg wollt. Schön. Wenn ihr Ärger wollt. Schön. Dann kommt. Kommt mit offenem Visier. Erklärt ihn, den Krieg. Zieht mit den Söhnen und Töchtern eurer Völker los und fangt an. Fangt an mit der Schlachterei. Wie. Lieber nicht. Wo ist das Problem. Die Feinde sind da. Alle sind da. Nur ihr habt es euch so richtig bequem gemacht. Kommt heraus. Heraus aus eurer feigen hinterhältigen Deckung und kämpft. Ihr Memmen. Wie ihr das Ganze euren eigenen Leuten verkaufen sollt das ist euer Problem. Sorry.

Und dann kommt er Mr. „Yes, we can“ sexy, sexy und sackt sie alle ein. Ein Hoffnungsträger, umjubelt, studiert, interlektuell und nocheinmal echt sexy, sexy, wirklich sexy – der Kerl. Die schwule Porno Industrie wirft alle zerschlissenen Blue Jeans, Tank tops, Boots, Hard Hats, Jock Straps und White Socks in die Ecke und feiert Erfolge mit „Suit Sex“. Ficken im, mit … ach egal wie. Sexy, im Anzug, schwarzen Socken, weißem Kragen, frisch geduscht, rasiert, und so unglaublich sexy.

Er, der Hoffnungsträger plärrt rum „Yes, we can“, „Yes, we can“, „Yes, we can“ bis es am Ende alle glauben, oder einfach nur ihre Ruhe haben wollen. Egal wie, damit er diesen Refrain nicht dauernd wiederholt kriegt er die Präsidentschaft und damit die weißen Rassisten nicht komplett am Rad drehen aus der „alten Welt“ noch den Friedensnobelpreis hinterher geworfen.

Es hätte alles so schön werden können. Hätte. Ist es aber nicht. Da sitzt er nun nun Mr. sexy „Yes, we can“ mit mindestens zwei offenen Kriegen die ihm von einem trockenen, christlich wiedergeborenen Alkoholiker angezettelt hinterlassen wurden. Der Geläuterte, hat es erleuchtet „War on Terror“ genannt. Super Titel. Echt. Super Titel. Hat ja auch funktioniert. Weltweit. Bei den Verbündeten. Zunächst.

Klar hat das funktioniert. Das hat immer funktioniert. Immer? Nicht immer ganz, manchmal kippte es. Es? Die Stimmung, die Stimmung eben. Das freiheitsbegeistere Volk wurde langsam müde von der Särgeschlepperei. Die Weicheier in Europa haben hinter vor gehaltener Hand schon dieses „siehste“ gemurmelt und der Pudel (Gott, war der süß) allen devoten Kunststückchen zum Trotz brauchte dringend einen neuen Haarschnitt und weg war er vom Fenster. Gut so.

Es gab nun ihn. Mr. „Yes, we can“, „sexy“ den Heilsbringer. Den, der alles, alles Unrecht wieder in Recht verwandeln würde. Mit Liebe, mit Vertrauen, mit Vorschusslorbeeren, Preisen überhäuft und beworfen. Sexy, echt sexy und schon schachmatt. Sexy. Aber schachmatt.

Das Ganze „sexy, sexy Ding“ fing an zu wackeln, da zogen sich die frisch aufgebügelten „Suits“ mit einer Lady, deren Mann und Ex-Präsident sich nie von einer Praktikantin „einen hatte blasen“ lassen, in ein Echtzeit-Real-Video-On-Demand-Kino-Zimmer zurück und erlegten betroffen dreinschauend im kuschelig Warmen den Top-Terroristen schlechthin mehr oder weniger per Fernsteuerung. Das hat super funktioniert. Echt super.

Das war so super. Wirklich super. Der freiheitsbesoffene amerikanische Plebs war voll aus dem Häuschen und tobte landesweit bis in die frühen Morgenstunden. Der europäische Plebs blieb ruhig und war beruhigt. Nur die Sendevasallen hauten loyal in die Tasten. Keiner der bezahlten Vorleser konnte oder wollte sich zurückhalten. Mr. „Yes, we can“, sexy“ hatte es allen gezeigt. Der Terrorist war Fischfutter.

Kaum jemand kümmerte es, dass eine „Spezialeinheit“ eine Kommando-Aktion (böse Zungen sprachen unpatriotisch von einem terroristischen Angriff) auf dem Staatsgebiet eines nicht informierten Verbündeten ausgeführt hatte. Im Schutze der Nacht bis an die Zähne bewaffnet überfallen sie den Most-Wanted-Bösewicht und machen ihn platt. War das nun Terror oder Freiheitskampf? Freiheitskampf. Freiheitskampf ganz klar. Bei den Guten, egal wann, wo und wie sie kommen handelt es sich immer um Freiheitskampf. Damit das ein für allemal klar ist. So.

Unter zivilisierten Völkern wäre dieses Vorgehen genaugenommen und unter Umständen ein Eingriff in die Souveränität und damit ein Kriegsgrund gewesen. Gewesen. Richtig gehört. Gewesen. „Mr. frisch aufgebügelt und so unglaulich (Yes, we can) sexy Suit“ hat mit einem Blendax Lächeln die Regeln verändert. Und keiner hat es bemerkt, oder tut zumindest so. Der Terrorist ist Fischfutter und mausetot .

Kriegsgrund. PAH. Gewäsch, alles Gewäsch. Das hat alles so gut funktioniert. Alle, wirklich alle waren so glücklich und begeistert. Selbst die heillos zerstrittenen Europäer hielten vielstimmig die Klappe, mehr oder weniger.

Das mit dem kuscheligen Heimkino hat allen Aufrechten und Gerechten so gut gefallen, das schrie förmlich nach mehr. Machs noch einmal „Mr. President Sexy“.

Macht er. Diesmal aber nicht mit Komandos. Ih-wo. Ab jetzt geht das mit unbemannten Drohnen. Ein echtes Update. Ab jetzt fliegen wir über jede Staatsgrenze hinweg und halten drauf. Den Bösen geht es an den Kragen. Wir sind die Guten. Getroffen wird immer. Jemand. Völkerrecht. Mandat. UNO. Souveränität. Alles altes unützes Gelump. Weg damit. Ich bin, wir sind so sexy wir dürfen das. Yes, we can. Ist das Armani?, Cerruti?, Dolce&Gabbana? … Ist das …? Ach ich gebs auf. Es ist atemberaubend. Dieses Kammgarn. Mir stockt der Atem. Dieser Zwirn ist so unglaublich sexy. Echt sexy.

Dr. Thomas, dieser sexy Dr. Thomas de Maizière dem hat das ferngesteuerte herumgedrohne auch gut gefallen und irgendwie auch mächtig beeindruckt. Der „Dr. sexy mit grauen Schläfen Thomas“ will auch Drohnen. Wetten. Wetten, die kriegt er. Na dann. Guten Flug. Dr. Thomas vergiss beim Abdrücken das Soft-Getränk und die kuscheligen selbstgestickten Wollsocken nicht. Beim Kammgarn, mei, da isser noch ned … stilsicher. Werd scho – Thomas – Werd scho.

So jetzt noch einmal zum Mitschreiben. Mit Drohnen herum zufliegen um aus Hinterzimmern Angriffe auf wen auch immer auszuführen ist genauso hinterhältig und feige, wie azurblaue Reisetaschen mit explosivem Inhalt an Bahnhöfen zu deponieren. Terror bleibt Terror. Designer Suits hin oder her.

FacebookTwitterPinterestLinkedInEmailSMSWhatsAppFacebook Messenger