Es sind ja schon eine Menge Wahlkämpfe und deren „Kämpfer“ durch das Land gezogen. Nichts aufregendes, nichts aufwühlendes, und schon gar nichts unterhaltsames, demokratische Standardtänze eben. Dieser Wahlkampf jedoch hat Esprit, der hat Witz und ungezügelte Beinfreiheiten. Für den sozialdemokratischen Eintänzer gilt das ganz besonders. Hatte er doch eben diese „Beinfreiheit“, heißblütig wie er ist, im Vorfeld schon bei seinen „Eleven“ eingefordert. Der Heißsporn. Und nun rumba-ht, cha cha cha-ht, paso doble-ht und samba-ht er alles und alle in Grund und Boden. Der Peer. Nun tourt er mit seinen „roten“ Funkenmariechen durch die Republik. Der „neue, soziale“ Peer.

Zugegeben der Anfang war lahm, oberlahm. Die Sache mit der „Troika“, nichts gegen einen „flotten Dreier“, aber mit der Besetzung. Brr. Ja, der Anfang war öd, da blieb nur dem Siechtum der Freien Radikalen, äh, Liberalen und der Piraten zuzuschauen. Nicht wirklich prickelnd. Nicht wirklich.

Der kleine Vorsitzende der wird’s wohl nicht überleben, egal ob sich die Truppe mit Leihstimmen von Muttis Clan nochmal über die Hürde rettet oder nicht. Dann, wenn der „Kleine“ geht, dann könnte es wieder lustig werden, dann brabbelt das Brüderle trinkfrei und sexistisch liberal herum. Das wird ein Spaß. Die Jungs haben aber auch ein seltsames Talent in Sachen Vorturner, oder etwa nicht? Der Blonde, der blonde Patrik der war ja ganz schnuckelig aber den haben sie ja vergrätzt, der bleibt nu in Düsseldorf. Patrik „Den Hübschen“ haben sie vergrault, die Armleuchter. Nur weil er vollständige Sätze formulieren konnte und selbst nach mehreren davon noch den Überblick über das Gesagte behielt. Unrasiert war der ganz schön sexy. Die Armleuchter. Also die Truppe ist so gut wie hin, wenn sich Mutti nicht mit Leihstimmen erbarmt.

Zurück zum Eintänzer. Der hat Schwung, der hat Temperament. Der Peer. Der Peer lässt nichts anbrennen und er hat Erfolg damit, alles jubelt ihm zu „Peer vor! Noch ein T(h)or!“. Mit der Energie mit der er zu Werke geht hat er die „Linksblinker“ und dann mit Vollkaracho „Rechtsabbieger“ bis zum Herbst entweder ganz zerlegt oder zu einer Splittergruppe zurecht gestutzt. Schade wärs nicht um die „Ich-trau-mich-aber-nicht-und-ich-möchte-auch-und-vor-allem-von-der-Wirtschaft-gemocht-werden-Underdog-Sozialisten“.

Wahl? 2013. „Die Liberalen“ aufgerieben. „Die Piraten“ versenkt. „Die Sozialdemokraten“ ins Mikroskopische geschrumpft. „Die Linke“, da siehts auch ganz düster aus. Abendrot. Ganz düster. „Die Grünen“ machtgeiler denn je. Sie geben sich den Todesstoß und ändern ihre Koalitionsaussage zugunsten von Muttis Clan. Damit sind die bestenfalls nur noch Anhängsel dessen oder werden gleich ganz vom Clan einverleibt.

Wär das was? Ja, das wär was. Die SED hätte endlich eine ebenbürtige Nachfolge-Partei, die Kontinuität wäre gewahrt und anstelle von Erich hätten wir – dem Fortschritt sei Dank – eine große Vorsitzende: die Mutti. Die Mutti kocht für alle. So wächst zusammen was zusammen gehört. Eine große glückliche Familie. Keinen Streit. Keine Skandale. Immer währendes Wachstum und Fortschritt. Bildung. Energiewenden, je nach Jahreszeit. Nie mehr wählen, 98,5% und Superstimmung bei den Parteitagen. Mit patriotischen Aufmärschen vor Tribünen am Brandenburger Tor. Jubelnd. Fähnchenschwingend.
Ja, das wär was.

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