Titelbild Der Fruehling kommt

For a european spring. Ein breites, europäisches Bündnis ruft an den Tagen des „EU spring summit“, des europäischen Frühlings-Gipfels in Brüssel zu massenhaften, dezentralen Aktionen am 13. März und zu einer zentralen Großdemonstration am 14. März in Brüssel vor der Europäischen Kommission auf und die Aktivisten kommen.

11M – 11. März 2013: Update. Die Brüsseler Polizei verbietet die „For a european spring“ Demonstration, wegen “mangelnder Ressourcen“ (Als ob jemals eine Demonstration „Polizeischutz“ benötigt hätte. Das geht auch ohne euch „Jungs“ – wahrscheinlich sogar besser). Auf der Webseite des Bündnisses steht nun folgendes: “The march was banned by the police. The police doesn’t want to give permission for our protest when European heads of states meet and further deepen authoritarian neoliberalism. We are still mobilizing! For now we call for an assembly at 3pm in Parc du Cinquantenaire at ETUC rally. We are evaluating the situation and further information will follow as soon as possible.“ Das europäische Bündnis mobilisiert weiter und schließt sich nun der bereits genehmigten Demonstration der Gewerkschaften an. Darüberhinaus gab es Kundgebungen und Demonstrationen u.a. in Rom, Madrid, Amsterdam, Ljubljana, Berlin, Düsseldorf, Lübeck, München und Dortmund.

http://lostineu.eu/brussel-verbietet-europaischen-fruhling/

 

14M – 14. März 2013: Geschätzte 15.000 Menschen, belgische und europäische Gewerkschafter demonstrieren zusammen mit Aktivisten aus ganz Europa gegen die Austeritätspolitik der EU und für einen „Europäischen Frühling“. Der an diesem Tag noch nicht so recht mitspielt, es ist saukalt und es schneit. Das tut der Stimmung jedoch keinen Abbruch. Es gibt Pfeifen, Getröte, Getrommel, Musik, Böller und bengalische Feuer, die Austeritätspolitik der EU und der Troika werden in mehreren europäischen Sprachen zum Teufel gewünscht, mit einem Wort die Stimmung ist gut. Im Verlauf der Demonstration erklimmen Aktivisten der Kampagne „iRUN Ihr Repräsentiert Uns Nicht“ das Dach eines Hauses und enthüllen unter Applaus ihr „Riesenbanner“, das auf die web-site „i-run.net“ (derzeit noch im Aufbau – dort ist zu lesen „I am working“) und die Kampagne zum Boykott der Bundestagswahl 2013 in Deutschland hinweist. iRun ruft zu zivilem Ungehorsam während des Wahlkampfes und zu einer zentralen „Ihr Repräsentiert Uns Nicht“ Großdemonstration am 21. September in Berlin auf. „Rodea el Congreso“ 25S aus Madrid lässt grüßen. Auch Olli Rehn der EU-Kommissar und das Gebäude der “DG ECFIN (Directorate General for Economic and Financial Affairs / Generaldirektion Wirtschaft und Finanzen) bekommen unangemeldeten „Frühlingsbesuch“. Die „Europäische Flagge“ wird eingeholt und die des „europäischen Frühlings“ unter Beifall gehisst. „Occupy the Troika“ etwa 150 europäische Aktivisten besetzen friedlich und symbolisch und unter lauten „A-Anti-Anticapitalistas“-, „Revolution“- und „This is what Democracy looks like“-Rufen das Gebäude, sie halten eine „Asamblea“ ab. Natürlich rückt die „Ordnungsmacht“ an. Nach Verhandlungen mit der Polizei, die zugesichert hatte, dass alle „Besetzer“ ungehindert gehen könnten, sollten sie friedlich das Gebäude verlassen, wurde nach einer Abstimmung beschlossen die „Besetzung“ zu beenden. Die „Hüter des Gesetzes“ halten sich jedoch nicht an die Absprache und kesseln die Aktivisten ein. Nach über einer Stunde „Kessel“ und den Versuchen der „Beamten“ Einzelne aus dem Kessel heraus zu verhaften – was am Widerstand und der „guten Stimmung“ der Eingekesselten scheiterte – brach die Polizei die Aktion ab. Etwa 30 Menschen wurden dennoch verhaftet und kamen später wieder „frei“. Die Pressemitteilung des Aktionsbündnisses zu der „Besetzung“ ist die folgende: Michel Vanderopoulos from the coordinating group in Brussels said, „From buildings such as the one we occupy today, the Troika is imposing austerity policies that leave millions of people without proper healthcare, deprive millions more citizens of their livelihoods and destroy hard fought-for historical social rights.“ Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Alles in allem, der 14. März war ein guter Tag für Europa und die Demokratie. Venceremos.

https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=_7GyVXdYs8I#!

 

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=U9IZU8IHh38

Wer in der Demokratie schläft – wacht in der Diktatur auf.

FacebookTwitterPinterestLinkedInEmailSMSWhatsAppMessenger