Titelbild Muell wem Muell gebuehrt

Derzeit streiken die Müllwerker in Portugal. Sie haben allen Grund dazu. Das sieht auch die Bevölkerung so. Sie haben „die Krise“ nicht verursacht und sie wollen, völlig zurecht, auch nicht dafür bezahlen. Darin sind sich die Bevölkerungen von Portugal, Spanien, Griechenland, Italien, Malta, Zypern, Bulgarien und Rumänien übrigens einig. In Portugal findet der Protest gegen die Krisenpolitik und die Solidarität im alltäglichen Konflikt mit der Politik immer wieder überraschend neue Wege. Müll wem Müll gebührt.

Die Müllwerker streiken, das heisst der Dreck wird nicht abgeholt. Darüber kann man sich ärgern. Das ist auch ärgerlich für viele. Doch weil sie Portugiesen sind, wissend was die „Krise“ aus ihrem Land und aus ihrem Leben gemacht hat, wenden sie ihren Unmut nicht gegen die Müllwerker, nein, dass wäre DEUTSCH und DEUTSCH will hier keiner sein. Natürlich ist der Dreck, auch wenn es der eigene ist, vor der eigenen Tür, vor allem wenn er nicht abgeholt wird, ärgerlich, aber Entsolidarisierung, das geht gar nicht.

Jeder hat Verständnis und Sympathie für diesen Streik, aber im Müll versinken. Nö! Die Menschen greifen solidarisch zur Selbsthilfe und transportieren, schleppen, tragen ihren Müll dahin, wo er ihrer Meinung nach hingehört und legen ihn, den Müll da ab – landesweit – vor den Banken. Er, der Müll, stapelt sich nun vor den Eingängen der BANKEN.

Fora, Fora, Fora daqui, a Troika, a miséria e o FMI – Raus, Raus, Raus hier, raus mit der Troika, der Misere und dem IWF.

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