„Die 2“. Die zwei bösen Buben hatten sich verabredet. Sie keiften, bellten, sie verteidigten ihre neoliberalen Lebensentwürfe und legten ein, man kann es nicht anders sagen, wir sind P-Pro-Pro-Irgendwas (Europa; Ja oder Nein, EURO; rein oder raus, STUSS …) lautstark hin. Verlangten im Gegenzug ein proEUropäisches Statement ihres auserkorenen „Opfers“, machten sich damit millionenfach lächerlich und…

Dumm nur, dass das vermeintliche „Opfer“ nicht mitspielte, sie die ihr zugeschriebene Rolle nicht annahm, sie blieb cool, souverän und setzte sich intelligent und eloquent durch. Blöd und dumm gelaufen für die beiden Kläffer, den Verlust der medialen „Männlichkeit“ mal beiseite gelassen. Die restlichen Gäste, zwei Schauspieler und ein banalisierender Autor saßen teilnahms- und meinungslos daneben, sagten nichts, unternahmen nichts… sie warteten brav… bis sie dran waren… Sie unternahmen nichts, taten nichts, sie ließen die Dinge laufen. Mittäter – willfährige Untertanen.

Das Geplärre, Gezeter und Gekeife der beiden Kläffer, geschenkt. Drei Jungs sitzen daneben und unternehmen nichts, nichts, rein gar nichts. Als die Show – mehr als gescheitert – vorüber ist braucht ein „Moritz“ einen Wein… ganz dringend, ein Held, ein armer Held. wohlbekomms. „Moritz“

Es sind diese Helden, die nach rassistischen Angriffen im echten Leben zur Seite sehen, weglaufen und ganz dringend einen Wein, Bier oder andere Substanzen brauchen, um sich von ihrer Verantwortung… solala … freizureden. Das reale Opfer wurde nicht „nur“ im öffentlichen Rundfunk angekläfft. Nein, es wurde unter uns im alltäglichen Leben angegriffen, zusammen- und klinikreif geschlagen oder zu Tode getrampelt. Die realen Schauspieler schauen weg und haben das dringende Bedürfnis nach Läuterung, mittels einer Droge individueller Wahl.

„Moritz“ brauchte Wein … ¡Eier! – hätten ihm und seinen beiden Kumpanen besser „zu Gesicht“ gestanden.

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