So als hätte es Rostock-Lichtenhagen, Mölln und die Mordserie des NSU nicht gegeben verhält sich die „demokratisch verfasste“ Mitte der schweigenden Mehrheit. Sie geht wohl allen Ernstes davon aus, ein weiteres Mal mit dem kollektiven Mantra „Davon haben wir nichts gewusst, wir waren shoppen“ davon zu kommen. Weit gefehlt. Diesmal nicht. Nie mehr. Wir kippen Euch Eure braune Plörre vor die Tür.

Es hat den Untertanen offenbar nicht gereicht, dass sie sehenden Auges und mit blutunterversorgtem Hirn diesen Kontinent Europa und die ganze Welt zweimal innerhalb eines Jahrhunderts in ein Schlachthaus, in einen Trümmerhaufen „verwandelt“ haben. Hätte es ihnen gereicht, dann würden sie nicht klammheimlich jenen, die bereits seit Jahrzehnten wieder zündeln, die Straßen, die Mikrophone, die Medien und ihre Städte kampflos überlassen.

Faschisten marschieren in Magdeburg und Dresden – jedes Jahr aufs Neue. Die Veranstaltung wurde und wird immer wieder genehmigt. Offenbar sind Aufmärsche von Verbrechern vom Grundgesetz gedeckt. Sind sie das wirklich? Ist das Euer demokratisch, rechtstaatlich verfasster Ernst, oder seid Ihr einfach nur blöd? Massenhafter Völkermord ist keine Meinung, das ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Magdeburg: Am 18. Januar 2014, dem Jahrestag der Bombardierung Magdeburgs, kamen sie, die Faschisten, wieder aus ihren kleinbürgerlichen Löchern gekrochen um ihren alljährlichen „Trauermarsch“ zu veranstalten. Wie in den vergangenen 15 Jahren konnte sich die Justiz nicht zu einem Verbot der „Veranstaltung“ durchringen – alles ist und bleibt vom Versammlungsrecht und vom Grundgesetz geschützt und das gilt auch für Volksverhetzer und potentielle Verbrecher…

Der Oberbürgermeister von Magdeburg, Lutz Trümper (SPD), warf auf der Eröffnungsfeier der „demokratischen Meile“, der Gegenveranstaltung der „demokratischen Mitte“, den Faschisten vor: „Mit ihrem menschenverachtenden Ungeist die Leute aufhetzen zu wollen…“ und bekräftigte: „Die Magdeburger haben die Schnauze gestrichen voll, dass die Neonazis jedes Jahr in Magdeburg protestieren“.

Mal unterstellt, der Mann meinte das wirklich ernst, und er spricht für die 229.924 Einwohner der Stadt…

Stellt sich die Frage, wo waren sie, die Einwohner, am 18. Januar? 12.000 hatten sich an den Protesten beteiligt, der Rest von Magdeburg hatte offenbar Besseres zu tun, hatte frei, war verhindert, krank, im Urlaub oder hat – ganz traditionell – „mal wieder von nix gewusst“.

Egal wie. 12.000 waren da. Ein paar tausend wollten keine demokratisch gegrillte Würstchen essen – weit entfernt vom „Brennpunkt“ – sondern die Faschisten erst gar nicht in die Stadt hinein lassen. Sie blockierten die Bahngleise, damit waren die Rechten schachmatt und saßen vor der Stadt fest. Punktsieg für die entschlossenen Antifaschisten. Es hätte das Ende der Veranstaltung sein können und müssen. Doch da hatten die Demokraten und Antifaschisten die Rechnung ohne den Wirt, die Ordnungsbehörden und die Deutsche Bahn, gemacht. Als vorbildliche „Demokraten“ rangierten sie Züge auf Nebengleise, sperrten Brücken und konnten so dem Grundgesetz, dem Versammlungsrecht Geltung verschaffen. Die braunen Verbrecher konnten laufen.

Antifaschisten und andere demokratisch gesinnte Blockierer wurden, wie es das Recht verlangt, geschubst, verprügelt, verhaftet, des Platzes verwiesen… Magdeburg hat die Schnauze voll – von den Faschisten? Wirklich? So in ganz ehrlich und echt? Die Worte haben wir gehört… gesehen haben wir nichts davon, Herr Trümper (SPD).

Dresden: Am 12. bzw. 13. Februar 2014, Jahrestag der Bombardierung Dresdens, wollten die Faschisten, ähnlich wie wenige Wochen zuvor in Magdeburg, ihren alljährlichen „Trauermarsch“ durchziehen, machten aber einen Rückzieher, weil in den letzten Jahren engagierte Demokraten und Antifaschisten diese „Veranstaltung“ auch gegen die Ordnungsmacht erfolgreich blockiert hatten. Der „Trauermarsch“ wurde von den Faschisten abgesagt. Eine Kundgebung vor der Frauenkirche wurde stattdessen angemeldet, die war nicht genehmigungsfähig. Blöd gelaufen, dieses Jahr, für die Faschisten. Zunächst. Sie meldeten kurzfristig eine Demonstration für den Abend des 12. Februar an. Die wurde genehmigt! Knapp 500 Menschenverächter fanden sich ein und zogen, von der Polizei geschützt, mit Fackeln durch die Altstadt von Dresden. Ein Fackelzug! Von 3.000 Polizisten beschützt. Gehts noch?

Etwa 1.000 Gegendemonstranten versuchten den Aufmarsch zu verhindern bzw. zu blockieren. Sie bekamen es wie immer mit der Ordnungsmacht zu tun, die den Fackelzug der Faschisten entschlossen beschützte und sicher zur Deutschen Bahn, zwecks geordneter Abreise, begleitete.

Tags darauf gab es dann eine Menschenkette mit 11.000 Teilnehmern und einen Täterspurenmahngang… die Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) sagte zur Eröffnung der Menschenkette entschlossen: „Es ist eine unzweifelhafte Tatsache, dass Dresden keine unschuldige Stadt war“. Wie recht sie hat. Das gilt für damals und für heute. Ganz bestimmt für heute. 525.105 Einwohner hat Dresden, 11.000 nahmen an der Menschenkette teil – wo war der Rest der „aufrechten Demokraten der Mitte“? Zu Besuch in Magdeburg?

Es drängt sich der Verdacht auf, dass die widerwärtig schweigende Mehrheit dieses Landes, einschließlich ihrer gewählten Vertreter und der Ordnungsbehörden, eine klammheimliche Sympatie für diese braunen Rattenfänger hegt. Es würde vieles, was in fast 70 Jahren „Demokratie“ geschehen ist, zweifelsfrei erklären.

Alerta. Alerta Antifascista!

https://www.youtube.com/watch?v=8pazLZoTRec

https://www.youtube.com/watch?v=q15qLdQ9bNM

 

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